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DACHSER | VON LEGACY ZU PROZESSINTELLIGENZ

Wie DACHSER mit iteratec sein TMS für die Luft- und Seefracht modernisiert und Legacy-IT in einen Business-Enabler verwandelt

Das Wichtigste in Kürze

DACHSER modernisiert sein Transport Management System (TMS) OTHELLO für die Luft- und Seefracht. Aus einer gewachsenen Legacy-Landschaft entsteht eine modulare, fachlich geschnittene Architektur. Schrittweise, im laufenden Betrieb, mit direktem Business-Nutzen in jedem Schritt. Wir zeigen, warum diese Modernisierung die Grundlage für produktiven KI-Einsatz ist.

Ein Geschäft, das schneller sein muss als die IT

DACHSER Luft- und Seefracht arbeitet in einem hochdynamischen, globalen Umfeld. Kunden erwarten schnelle Angebote, verlässliche Informationen und transparente Sendungsverfolgung. Gleichzeitig ist das operative Geschäft komplex: internationale Transporte über wechselnde Routen und Verkehrsträger, dazu Zoll, Carrier, Häfen und lokale Anforderungen.

Über Jahre war dafür eine gewachsene IT-Landschaft entstanden, ergänzt durch zahlreiche Tools, Portale, Schnittstellen und Excel-Listen. Die Business-Logik dahinter wuchs ebenfalls über Zeit und war deshalb oft unscharf modelliert. Entscheidungen entstanden deshalb teilweise zwischen den Systemen statt in ihnen. Somit bildete die IT-Landschaft die tatsächliche Prozesslogik des Geschäfts nicht mehr korrekt ab.

Portfoliointelligenz als Grundlage

Viele Modernisierungen starten mit großen Zielbildern und enden in jahrelangen Ablöseprogrammen. Nutzer:innen spüren den Mehrwert erst sehr spät. DACHSER ging daher einen anderen Weg, gemeinsam mit iteratec als Transformationspartner, der Business und IT zusammendenkt und fachliche Anforderungen über Architektur, UX, Engineering, Portfolio-Steuerung und Delivery in eine tragfähige Zielarchitektur übersetzt.

So entstand am Anfang des Projekts neben einem technischen Durchstich zunächst ein IT-Masterplan aus dem ein steuerbares Transformationsportfolio entwickelt wurde. Denn IT-Modernisierung braucht einen Mechanismus, der Strategie und Lieferung verbindet: Was zahlt auf Business Value ein, welche Abhängigkeiten müssen zuerst gelöst werden, wo entsteht die Grundlage für KI? Diese Fragen werden laufend im Transformationsportfolio beantwortet, sodass aus einem Masterplan ein Betriebssystem für Transformation wird. Im Projekt selbst wird dieses Vorgehen greifbar, indem in 3-Monats-Projektzyklen, sogenannten „Heartbeats“, gearbeitet wird, mit jeweils klarer Priorisierung, konkreten Business-Zielen und kontinuierlicher Nachsteuerung.

 

Architektur: Fachlich schneiden statt nachbessern

Die neue Zielarchitektur basiert auf Self-Contained Systems: eigenständige, fachlich klar abgegrenzte Systeme (Product Suite) entlang der Wertschöpfung des Luft- und Seefrachtgeschäfts. Der entscheidende Unterschied: Die Systeme werden entlang der Geschäftslogik geschnitten, nicht entlang alter technischer Strukturen.

Jedes Self-Contained System hat somit eine klare fachliche Verantwortung und enthält die notwendige UI, Logik und Datenhaltung. Dadurch entstehen saubere Verantwortlichkeiten, klarere Schnittstellen und weniger Abhängigkeiten. Zudem ermöglichen sauber geschnittene Business-Fähigkeiten schnellere Reaktionen auf neue Anforderungen.

Beispiel: Quoting

Der Angebots-Prozess ist der erste bewusst gewählte Baustein dieser Transformation.

Quoting ist der Moment, in dem Geschwindigkeit, Qualität und Kundenerlebnis zusammenkommen. Eine Anfrage trifft ein, Informationen müssen verstanden, ergänzt, bewertet und in ein Angebot übersetzt werden. Je schneller und präziser das passiert, desto höher die Chance auf Abschluss. Bei DACHSER Luft- und Seefracht entstehen mehrere tausend Quotes pro Monat. Jede Minute zählt.

Vorher: Manuell

Im Legacy-Prozess begann vieles mit einer E-Mail. Danach mussten Mitarbeitende Informationen manuell auswerten, in verschiedenen Masken erfassen, über mehrere Dialoge verteilen und dafür die implizite Systemlogik kennen.

Nachher: Automatisiert

Das neue Quoting ist ein fachlich neu gedachter Prozess, der reduziert, klar, geführt und anschlussfähig ist. Rund 70 Attribute wurden als nicht wertstiftend für den modernisierten Quote-Prozess identifiziert und bewusst nicht übernommen. Stammdaten wurden identifiziert, bereinigt, harmonisiert und in ein neues Masterdata Self-Contained System überführt. So wurde der Quote-Prozess entlang der tatsächlichen User Journey neu strukturiert.
Erste Ergebnisse: Die Bearbeitungszeit pro Quote wurde deutlich reduziert, bei gleichzeitig höherer Datenqualität. Das neue System schafft eine zentrale operative Sicht, die Requests, Quotes, Routing und Stammdaten konsolidiert und durchsuchbar macht. Neue und Legacy-Daten sind in einer gemeinsamen Ansicht.

KI-Fähigkeit im Modernisierungsprozess sicherstellen

Am Beispiel des Quoting-Prozesses lässt sich illustrativ darstellen, warum moderne Systeme für den Einsatz von KI notwendig sind. So kann KI eine Kundenanfrage nur sinnvoll interpretieren, wenn klar definiert ist, welche Informationen relevant sind und welche Daten für welchen Prozessschritt gebraucht werden. Ein Angebot lässt sich nur vorstrukturieren, wenn Quote, Route, Preise und Stammdaten nicht über Legacy-Dialoge, Excel-Dateien und Erfahrungswissen verstreut sind.

Die Modernisierung des Quoting-Prozesses schafft die Prozessfähigkeit, auf der KI aufsetzt: E-Mails analysieren, Informationen extrahieren, Angebote vorbefüllen. So können sich Mitarbeitende sich auf Prüfung und Kundeninteraktionen konzentrieren.

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Parallelbetrieb statt Risiko

Eine weitere Stärke des Ansatzes: DACHSER modernisiert nicht mit einem Big Bang. Das neue System und das Legacy-System laufen parallel, synchronisiert über ein Single-Writer-Prinzipien. In geschäftskritischen Umgebungen zählt: Fortschritt ermöglichen, ohne den Betrieb zu gefährden.

Insgesamt gewinnt DACHSER ein Modernisierungsmuster: Fachliche Domänen lassen sich schrittweise aus dem Legacy-Kontext lösen, Architektur wird in nutzbaren Produkten sichtbar, und KI lässt sich in belastbare Prozesslogik integrieren, statt auf instabile Prozesse aufzusetzen. Die Transformation etabliert eine modulare, skalierbare Landschaft, in der über die kommenden Jahre die Modernisierung schrittweise abgeschlossen und ein Großteil neuer strategischer Features verfügbar wird.

Wichtiger Baustein auf dem Weg zum digitalisiertesten Logistiker

Viele Unternehmen stehen heute vor derselben Frage: Wie bekommen wir KI in unsere bestehenden Prozesse? Die bessere Frage ist: Sind unsere Prozesse überhaupt bereit für KI? DACHSER beantwortet diese Frage mit einer konsequenten Modernisierung seines TMS für die Luft- und Seefracht. Keine 1:1-Migration, sondern eine strategische Transformation im laufenden Betrieb: klarer Masterplan, fachlich geschnittene Self-Contained Systems, Portfolio-Steuerung in 3-Monats-Heartbeats und die klare Überzeugung: KI mit Business-Logik.

Denn erst wenn Prozesse explizit, Daten integriert und Entscheidungen systemisch unterstützbar sind, wird KI mehr als ein Experiment. Dann wird sie zum Produktivitäts- und Qualitätshebel, zum Wachstumstreiber. Genau dort beginnt Legacy Intelligence.

Der eigentliche Gewinn geht über den technischen Ansatz hinaus: IT wandelt sich vom Engpass zum Hebel für Geschäftsveränderung und wird zum Treiber sowie Erfüller der unternehmensweiten Ambition, bis 2030 der digitalisierteste Logistiker der Welt zu werden.

Modernisierung als Hebel für Zukunft und KI. Sprechen Sie uns an.

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